Drei Kitas, ein gemeinsamer Anspruch
Die drei Lehrter Sprach-Kitas Drosselweg, Hohnhorstweg und Marktstraße haben ihre aktuelle Evaluation vorgelegt. Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie wirkungsvoll alltagsintegrierte Sprachbildung im frühkindlichen Bereich ist. Trotz sozialer Vielfalt, Mehrsprachigkeit und des anhaltenden Fachkräftemangels gelingt es den Teams, Kindern Orientierung, stabile Beziehungen und echte Teilhabe zu ermöglichen.
Sprachbildung als gelebter Alltag
In allen drei Einrichtungen ist Sprachbildung kein Zusatzangebot, sondern Teil der pädagogischen Grundhaltung. Sprache durchzieht den gesamten Kita-Alltag: im Dialog, im gemeinsamen Handeln, in der Raumgestaltung, in der Elternarbeit und in der kontinuierlichen Teamreflexion. Kinder erleben Sprache dadurch als Werkzeug, um sich auszudrücken, mitzugestalten und verstanden zu werden.
Unterschiedliche Schwerpunkte, gleiche Wirkung
Jede der Sprach-Kitas setzt allerdings eigene fachliche Akzente. Die Kita Drosselweg arbeitet stark reflexionsorientiert und nutzt die Marte-Meo®-Methode, um gelingende Interaktionen sichtbar zu machen. Der Hohnhorstweg legt den Fokus auf erzählerische und literacy-orientierte Methoden wie Kamishibai, Bilderbuchdialoge und Hörspielboxen. In der Marktstraße steht die Verbindung von Sprachbildung, Partizipation und Inklusion im Mittelpunkt, damit sich jedes Kind einbringen kann – unabhängig vom aktuellen Sprachstand.
Positive Effekte im gesamten Stadtgebiet
Auch die weiteren Träger des Lehrter Sprach-Kita-Verbunds bestätigen die positiven Entwicklungen. Sowohl der Ev.-luth. Kirchenkreis Burgdorf als auch Global Education berichten von nachhaltigen Qualitätsgewinnen, die über einzelne Einrichtungen hinauswirken. Pädagogische Konzepte entwickeln sich weiter hin zu mehr Transparenz, Offenheit und Beteiligung. Einen wesentlichen Anteil daran hat die kontinuierliche Begleitung durch die Fachberatung des Verbunds Sprach-Kitas.
Sprachfachkräfte als tragende Säule
Die Evaluation macht deutlich, welche zentrale Rolle die Sprachfachkräfte spielen. Ihre Arbeit verbindet Interaktionsanalyse, Teamreflexion, Elternarbeit und somit die gezielte Gestaltung sprachförderlicher Alltagssituationen. Mit der Verlängerung der Landesrichtlinie Sprach-Kitas bis zum 31. Juli 2027 können die Stellen ohne zusätzliche Belastungen für den städtischen Haushalt fortgeführt werden. Die langfristige Verstetigung bleibt jedoch eine politische Aufgabe.
Markus Lechelt, Fachdienstleiter Kinderbetreuung der Stadt Lehrte, betont: „Die Ergebnisse zeigen sehr klar, wie entscheidend die Sprachfachkräfte für die Qualität der pädagogischen Arbeit sind. Unsere Teams schaffen Orte, an denen Kinder verstanden werden, Beziehungen wachsen und Sprache lebendig wird.“
Sprachbildung als Grundlage für Teilhabe
Die Auswertung unterstreicht, wie professionell und vielfältig Sprachbildung in Lehrte umgesetzt wird. Sie ist Beziehungsarbeit, Teilhabe und gelebtes Kinderrecht. In den Lehrter Sprach-Kitas wird sie täglich praktiziert – als Grundlage für Selbstvertrauen, Lernfreude und gesellschaftliche Teilhabe.
Wie wichtig ist aus Ihrer Sicht frühzeitige Sprachförderung für Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt? Diskutieren Sie mit – wir sind gespannt auf Ihre Meinung.
Quellen:
Fotos: © Stadt Lehrte
Pressemeldung: Stadt Lehrte
Anmerkung der Redaktion: Für bessere Lesbarkeit verzichten wir in unseren Beiträgen weitestgehend auf geschlechtergerechte Sprache. Mehr dazu






