Sa. 10 Jan. 2026

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Neuer Ansatz zur Behandlung schwerer Depressionen

Fachsymposium Esketamin

Esketamin – Nasenspray

Vielversprechender Therapieansatz

Fachsymposium am Wahrendorff Klinikum

Das Klinikum Wahrendorff informierte über einen vielversprechenden neuen Therapieansatz bei schweren Depressionen. Bei einigen Patientinnen und Patienten wirken herkömmliche Antidepressiva nicht ausreichend. Im Rahmen des Fachsymposiums »Aus der Praxis für die Praxis« trafen sich 20 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte mit den Klinikärzten. Dabei erfolgte der Austausch von Fachwissen und Erfahrungen zum Thema »Nasales Esketamin in der Behandlung der unipolaren Depression«.

Anwendungsmöglichkeiten und Grenzen der Esketamin-Therapie

Esketamin, eine Variante des Ketamins, erhielt im Jahr 2019 die Zulassung als ergänzende Medikation bei therapieresistenter Depression.
Das Symposium bot einen umfassenden Einblick in die Behandlungsmöglichkeiten mit Esketamin, einschließlich Hintergründe, praktische Anwendungen und auch Grenzen der Therapie.
Das Medikament kann bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit mittelgradiger bis schwerer depressiver Episode eingesetzt werden. Bedingung für die Anwendung ist, dass die Patienten nicht auf mindestens zwei vorherige antidepressive Therapien angesprochen haben.
Esketamin zeichnet sich durch einen schnellen Wirkungseintritt aus. Es kann auch als akute Kurzzeitbehandlung eingesetzt werden, um depressive Symptome schnell zu reduzieren, wenn ein psychiatrischer Notfall vorliegt.
Esketamin wird niemals als alleinige Therapie angewendet, sondern immer in Kombination mit anderen Antidepressiva.

Schnelle Wirkung und positive Effekte auf Stimmung und Emotionen

Professor Dr. Marc Ziegenbein, ärztlicher Direktor und Chefarzt vom Wahrendorff Klinikum, erklärt dazu:
„Ein großer Vorteil von Esketamin liegt in seiner schnellen Wirkung. Es beeinflusst die synaptische Funktionalität. Somit trägt es zur Wiederherstellung der neuronalen Verbindungen bei, welche für die Stimmungs- und Emotionsregulation verantwortlich. Zudem wirkt es sich positiv auf das Belohnungs- und Motivations- System aus. Damit ermöglicht es Patientinnen und Patienten wieder Freude und Lust empfinden zu können. Eine konstante, antidepressive Wirkung kann bereits innerhalb eines Tages eintreten.“

Neue Hoffnung für therapieresistente Depressionen

Studien zufolge erreichen etwa ein Drittel der Patientinnen und Patienten mit Depression trotz ausreichend dosierter Antidepressiva keine Remission. Also keine deutliche Besserung des Gesundheitszustands und Wiederherstellung der normalen Funktionsfähigkeit. Das Fazit des Symposiums lautet, dass das Esketamin – Nasenspray eine Therapiealternative für diese Patientengruppe bietet. Es ist somit eine gute Therapie, um neue Hoffnung auf Besserung der Symptome zu geben und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter: www.wahrendorff.de


Quellen:
Foto(s): © Wahrendorff/Agasi Badalyan
Pressemeldung: Wahrendorff Klinikum / perleberg PR

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