Mo. 26 Jan. 2026

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StartRatgeber & MagazinKolumnenGelebte Werte statt Worte – Ein Appell für Bildung und Miteinander

Gelebte Werte statt Worte – Ein Appell für Bildung und Miteinander

Von Sprachdebatten zu echten Lösungen – Respekt beginnt bei uns allen

Sprachdebatten – Wichtiger Diskurs oder Ablenkungsmanöver?

Immer wieder flammt die Diskussion über sprachliche Anpassungen auf, wie aktuell bei der Bezeichnung des Getränks »Lumumba«. Oftmals stehen hinter solchen Debatten politische oder akademische Akteure, die gut gemeint eine Veränderung anstoßen. Doch nicht selten werden dabei die betroffenen Gruppen, um die es eigentlich gehen soll, gar nicht gefragt.
Das Ergebnis: Viele fühlen sich von solchen Maßnahmen bevormundet oder gar ausgegrenzt, anstatt sich respektiert zu fühlen. Besonders kritisch ist, dass solche Diskussionen häufig Energie und Aufmerksamkeit binden, die bei weitaus wichtigeren gesellschaftlichen Themen sinnvoller eingesetzt wären.

Die wahre Lösung – Wertebildung statt Sprachkosmetik

Respekt, Toleranz und gesellschaftliche Regeln sind das Fundament für ein funktionierendes Miteinander. Diese Werte jedoch werden immer weniger vermittelt und gelebt. Statt sich auf sprachliche Reformen zu fokussieren, wäre es wesentlich sinnvoller, Ressourcen und Zeit in die Förderung von Anstand, Respekt und den richtigen Umgang miteinander zu investieren.

Das gilt nicht nur für Schulen und Kitas, sondern auch für Erwachsene. Wertevermittlung endet nicht nach der Kindheit – sie muss kontinuierlich in unsere Gesellschaft eingebettet sein.
Ein respektvolles Miteinander braucht Regeln und das Verständnis dafür, warum diese wichtig sind.

Werte und Regeln aktiv vermitteln

Auch Erwachsene, ob Einheimische oder Zugewanderte, sollten in die Wertebildung einbezogen werden. Regeln für das Zusammenleben, wie etwa der Umgang mit öffentlichen Räumen, sind nicht überall auf der Welt gleich. In einer multikulturellen Gesellschaft können solche Unterschiede schnell zu Missverständnissen führen, wenn sie nicht aktiv erklärt und vermittelt werden.

Es beginnt bei scheinbar kleinen, aber bedeutenden Dingen. Eltern sollten ihren Kindern beibringen, wie man mit öffentlichen Einrichtungen wie Mülleimern umgeht. Auch grundlegende Höflichkeitsregeln wie das Vermeiden von Kaugummis auf der Straße oder das Respektieren privater und öffentlicher Räume gehören zum vernünftigen Umgang.
Solche Werte prägen nicht nur das Miteinander, sondern schaffen auch ein Bewusstsein für die Bedeutung gegenseitigen Respekts.

Ein kulturelles Fundament erhalten

Europa und Deutschland haben über Jahrhunderte hinweg gesellschaftliche Regeln entwickelt, die ein geordnetes und respektvolles Zusammenleben ermöglichen. Doch dieses Fundament ist kein Selbstläufer. Es muss gepflegt, weiterentwickelt und vor allem auch weitergegeben werden, damit es nicht verloren geht.
Kulturelle Werte wie Rücksichtnahme, Höflichkeit und Respekt sind nicht nur für das gesellschaftliche Zusammenleben essenziell, sondern auch für die persönliche Entwicklung. Um diese Werte zu stärken, braucht es vor allem Bildung, Vorbilder und einen bewussten Dialog über ihre Bedeutung.

Integration durch Bildung

Besonders wichtig ist es, Zugewanderten unsere kulturellen Regeln und Werte zu vermitteln. Dabei geht es nicht darum, ihre Herkunft oder Traditionen zu verdrängen, sondern einen gemeinsamen Nenner zu schaffen, der ein harmonisches Miteinander ermöglicht. Werte wie Respekt, Anstand und Verständnis für kulturelle Unterschiede fördern nicht nur die Integration, sondern stärken auch die Gemeinschaft insgesamt.

Von Symbolik zu Substanz

Die jährlichen Sprachdebatten und Anpassungen des Dudens mögen gut gemeint sein, tragen jedoch selten dazu bei, echte gesellschaftliche Probleme zu lösen. Anstatt immer neue Begriffe zu erfinden oder umzubenennen, sollten wir unseren Fokus auf die Vermittlung von Werten und Regeln lenken.
Ein respektvolles und tolerantes Miteinander beginnt nicht mit neuen Wörtern, sondern mit gelebten Werten.

Bildung – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – ist der Schlüssel, um diese Werte in unserer Gesellschaft nachhaltig zu verankern. Es ist Zeit, den Diskurs von oberflächlichen Themen auf echte Lösungen zu lenken.

Wie sehen Sie das? Sind Sprachdebatten wirklich der richtige Weg, oder sollten wir stärker in Bildung und Respekt investieren? Teilen Sie Ihre Meinung mit uns!


Quellen:
Fotos:
Wertevermittlung – Möglichkeiten und Grenzen der Schulsozialarbeit
Sprache und Kommunikation in der beruflichen Bildung

Anmerkung der Redaktion: Für bessere Lesbarkeit verzichten wir in unseren Beiträgen weitestgehend auf geschlechtergerechte Sprache. Mehr dazu
 

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