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George Orwell – 1984

1984- George Orwel

George Orwell
*25. Juni 1903 in Motihari, Bihar, Britisch-Indien als Eric Arthur Blair;
† 21. Januar 1950 in London

Kategorie: Roman
geschrieben von 1946 bis 1948, erschienen im Juni 1949

Der Roman »1984« wurde von George Orwel zwischen 1946 und 1948 geschrieben.
Die Erstveröffentlichung seines Werkes war dann 1949.
Der Titel des Buches lässt vermuten, dass es sich um einen Roman handelt, der weit in der Zukunft spielt im Vergleich zum Datum der Fertigstellung 1948. Man kann das Buch allerdings in der heutigen Zeit auch als eine Beschreibung des Lebens betrachten, in dem die Politik in das Alltagsleben der Menschen vorgedrungen ist.

Der Roman stellt eine Dystopie dar, was das Gegenteil von Utopie darstellt. Der Autor möchte damit dem Leser vermitteln, wie sich eine Gesellschaft nicht entwickeln sollte und vor bedenklichen politischen Entwicklungen warnen.
Hauptfigur des Romans ist Winston Smith, er lebt in einem totalitären Regierungssystem im Land Ozeanien. Die Welt besteht im Grunde nur noch aus drei Ländern Ozeanien, Eurasien und Ostasien. Machtverhältnisse zwischen den Ländern sind sehr ausgeglichen. Dennoch befinden sie sich ständig im Krieg miteinander. Die Grenzen sind geschlossen und die Bevölkerungen zum jeweiligen Nachbarland komplett abgeschottet. Die Geschichte spielt im Gebiet des ehemaligen London, welches zu Ozeanien gehört. Ozeanien wird, wie die anderen beiden Länder auch, von einer sozialistischen Ein-Partei-Regierung regiert.

Die Partei in Ozeanien nennt sich „EngSoz“ – Englischer Sozialismus.

Die Parolen dieser Partei bzw. der Regierung lauten:

KRIEG IST FRIEDEN
FREIHEIT IST SKLAVEREI
UNWISSENHEIT IST STÄRKE

Die ein-Parteien-Diktatur organisiert sich in 4 Ministerien:

• Ministerium für Wahrheit
• Ministerium für Liebe
• Ministerium für Frieden
• Ministerium für Überfülle

Zur Partei gehören ca. 15 % der Bevölkerung, die nochmals aufgeteilt ist in Mitglieder der äußeren Partei (ca. 13 % der Bevölkerung) und Mitglieder der inneren Partei (2 % der Bevölkerung). Der Rest der gehört zur Arbeiterklasse.
Die innere Partei dient der Führung des Staates. Mitglieder der inneren Partei haben sehr viele Privilegien und stellen als Oberschicht der Gesellschaft die Führung des Staates dar.
Die äußere Partei dient der Aufrechterhaltung der Partei und stellt die Mittelschicht der Gesellschaft dar. Ihre Lebensmittel und sonstige Güter sind streng rationiert und auch Luxusgüter sind verboten. Für Mitglieder der äußeren Partei gibt es zum Beispiel nur synthetisierten Gin, für die Mitglieder der inneren Partei gibt es auch Wein. Die absolut von der Regierung überzeugten Parteimitglieder, machen alles was von der Partei befohlen wird.
Die Arbeiterklasse sind sehr unpolitisch und werden durch Medien, Armut und viel Arbeit dumm gehalten. Sie sollen für den Staat nur produktiv sein und werden durch „Entertainment“ wie Musik, Bücher und Pornofilme „ruhig gestellt“. Außerdem gibt es die von der Partei organisierte Lotterie, bei der es allerdings nur fiktive Gewinner gibt, was die Unterschicht der Bevölkerung nicht weiß. An der Spitze dieser Gesellschaft steht der „Große Bruder“ und wird von allen Mitgliedern der Partei vergöttert.

Das Machtinstrument der Partei ist Überwachung

Romanfigur, Winston Smith, lebt in einem totalen Überwachungsstaat. In allen öffentlichen Gebäuden gibt es eine fast lückenlose Überwachung, ebenso in jeder Wohnung der Mitglieder der Partei. Überwacht werden die Mitglieder der Partei mit „Teleschirmen“ Diese senden nicht nur ständig Propaganda in ganz Ozeanien, sondern sie dienen auch als Empfangsgeräte. Dafür besitzen sie auch eine Kamera und ein Mikrofon, somit werden jede Bewegung und jeder Ton der Bevölkerung aufgezeichnet und ausgewertet. Diese Teleschirme laufen ununterbrochen und man kann sie nicht ausschalten.

Außer der ständigen Überwachung durch die „Teleschirme“ gibt es in ländlichen Gegenden Ozeaniens oft Mikrofone, diese liefern zwar nur Ton, doch über Spracherkennung kann die einzelne Person ermittelt werden. Diese Mikrofone sind gut versteckt und man kann sich nie sicher sein, ob man nicht belauscht wird. Ebenso gibt es Patrouillen, die nach dem Rechten schauen.
Die soziale Erziehung der Bevölkerung, von Kindestagen an durch Schule und Kita, bringt die Bevölkerung zudem dazu einander zu bespitzeln und zu melden. Falls man etwas Verdächtiges beobachtet, kann man sofort die entsprechende Person bei der Gedankenpolizei denunzieren.


Quellen:
Bild: Ivan Radic

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