Sa 20 Jul 2024

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Adventskalender

Geschichte der Advents – Kalender

Für die meisten ist der Adventskalender eine feste Tradition in der Weihnachtszeit.
Er gehört genauso dazu, wie auch der Weihnachtsbaum oder die Weihnachtspyramide.
Doch tatsächlich ist der Brauch des Adventskalenders noch gar nicht so alt.
Es gibt zwei typische Varianten des Adventskalenders. Am meisten verbreitet ist die kalendarische Variante vom 1. bis 24. Dezember. Neben der kalendarischen Variante gibt es noch die des liturgischen Kalenders, der sich am Kirchenjahr orientiert. Dieser beginnt mit dem 1. Adventsonntag und endet ebenfalls mehrheitlich an Heiligabend. In manchen Gegenden geht dieser bis zum Dreikönigstag am 6. Januar.
Ein Adventskalender dient dazu, das Warten auf Weihnachten angenehmer zu machen und die Vorfreude auf den Tag der Bescherung zu erhöhen.
Wir wollen heute die Frage klären, wie der Adventskalender entstanden ist.
Außerdem werden wir in den nächsten Tagen ein paar Bastelanleitungen für Adventskalender veröffentlichen. Gern dürft ihr uns eure Bastelanleitungen zusenden oder selbst veröffentlichen, damit andere sie nach basteln können.

Wer hat den Adventskalender erfunden?

Die Idee, einen Zeitmesser in der Vorweihnachtszeit zu etablieren, kam wahrscheinlich vom Theologen und Pädagogen Johann Heinrich Wichtern. Er war 1838 Leiter des evangelischen Knabenrettungshauses bei Hamburg. Die Frage: „Wann ist endliche Weihnachten?“, hörte Wichtern jeden Tag in der Vorweihnachtszeit.
So entstand die Idee, die verbleibenden Tage bis Weihnachten darzustellen. Dafür nahm er ein altes Wagenrad und verzierte es mit 20 kleinen und vier großen Kerzen.
Bei den täglichen Andachten der Vorweihnachtszeit wurde nun jeden Tag eine kleine Kerze angezündet und sonntags eine große.

Ab circa 1840 ließen sich die Eltern in allen Haushalten nach und nach etwas einfallen, um die Vorfreude aufs Weihnachtsfest zu steigern und die Zeit bis Heiligabend anschaulich darzustellen.

Erste Formen von Adventskalendern.

Nach und nach entwickelten sich viele Methoden, um die Zeit bis Heiligabend darzustellen.
Manche Familien hängten jeden Tag ein weihnachtliches Bild auf, oft auch mit Bibelversen versehen. Andere Eltern malten eine Liste mit Kreidestrichen an die Wand. 20 kurze Striche und vier längere für die Adventssonntage. Die Kinder durften dann jeden Tag einen Strich von der Wand wischen.
Bald war auch das „Adventsbäumchen“ sehr verbreitet. Selbstgebastelte Holzgestelle, an denen täglich Sterne oder Fähnchen aufgehängt wurden.
Eine katholische Tradition, die heute auch noch in manchen Klosterschulen Anwendung findet, ist es, täglich einen Strohhalm in die Krippe zu legen, damit das Jesuskind weich gebettet liegt.
Die „österreichische“ Form des Adventskalenders ist die „Himmelsleiter“. Eine kleine Leiter mit 24 Sprossen. Bei dieser Form steigt das Christkind jeden Tag eine Sprosse dieser Leiter weiter nach unten. Im skandinavischen Raum ist die Adventskerze ein weit verbreiteter Brauch. Dies ist eine in 24 Abschnitte aufgeteilte Kerze und jeden Tag wird sie angezündet und brennt bis zur Markierung des nächsten Tages. Dann wird sie gelöscht.
Ende des 19. Jahrhundert waren „Weihnachtsuhren“ sehr verbreitet. Dabei handelt es sich um eine Scheibe, die in 24 Abschnitte unterteilt ist. Auf den Abschnitten waren Liedtexte oder weihnachtliche Bilder abgebildet. Täglich wurde der Zeiger einen Tag / Abschnitt weiter gestellt.

Erste gedruckten Adventskalender

1902 veröffentlichte eine Hamburger Buchhandlung, geführt von Friedrich Trümpler, den ersten gedruckten Adventskalender.
Die erste Version dieses gedruckten Kalenders war eine Uhr mit den Zahlen 13 bis 24. Eine überarbeitete Variante mit 24 Feldern wurde ab 1922 gedruckt. Die Kalender wurden damals für 50 Pfennig verkauft. Die nächste gedruckte Form des Adventskalenders veröffentlichte der Verleger Gerhard Lang aus München ein Jahr später.
Seine Variante des Kalenders bestand aus einem Bogen mit 24 weihnachtlichen Bildern zum Ausschneiden und einem Bogen mit 24 Feldern, auf diese die Bilder aufgeklebt werden konnten. So konnten die Kinder jeden Tag ein Bild ausschneiden und auf dem vorgesehenen Feld im Kalender aufkleben. Bis 1930 entstanden so in der lithografische Anstalt Reinhold & Lang vielfältige kunstvolle Werke dieser Art bis hin zu einem Kalender in Blindenschrift. Er entwickelte in den folgenden Jahren immer wieder neu Ideen. Es folgte ein „Christ-Kindel-Haus“ zum Befüllen mit Schokolade, Adventskalender mit Füllung zum Herausbrechen, Kalender mit Türchen und vieles mehr. Durch die hohe Qualität gab es schnell höhere Auflagen.
Weitere Verlage drängten auf den Markt und der Adventskalender verbreitete sich so sehr schnell.Die Version mit Türchen zum Aufklappen war besonders beliebt.
Während der NS-Zeit wollte die Regierung christliche Weihnachtsbräuche verdrängen. Somit gab es auch keinen klassischen Adventskalender. Es gab lediglich ein Kalenderheft zur Weihnachtszeit mit Rezepten für Sinngebäck, NS-Weihnachtsliedern u. ä.
Es sollten die christlichen Bräuche verdrängt und verändert werden. Darauf soll hier nicht weiter eingegangen werden.

Nachkriegszeit

Nach Ende der NS-Zeit kehrten die christlichen Weihnachtstraditionen zurück. Schon 1945 produzierten die wenigen nicht zerstörten Betriebe wieder Adventskalender mit den ursprünglichen Motiven. Damit begann auch die weltweite Erfolgsgeschichte des Adventskalenders.
1946 begann R. Sellmer aus Stuttgart mit der Herstellung von Adventskalendern. Nicht nur in Deutschland waren die Kalender sehr beliebt und zahlreich nachgefragt. Auch in Großbritannien und den USA waren die Kalender sehr beliebt.
Seit 1950 konnte man den Adventskalender so gut wie überall kaufen. Er entwickelte sich zur preiswerten Massenware. Mehr als die Hälfte der deutschen Adventskalender Produktion geht heute ins Ausland.
1958 kam der erste Schokoladen-Adventskalender auf den Markt. Diese Variante ist neben Spielzeug oder Bildern bestückten Kalendern nach wie vor eine der beliebtesten.

In den letzten Jahren hat sich ein Trend zu selbst gebastelten und selbst befüllten Kalendern entwickelt. Sehr beliebt ist dabei die skandinavische Variante mit befüllten Jute-Säckchen, die an einer Leine aufgehängt werden.

Diesen Trend wollen wir hier auch aufgreifen und euch in den nächsten Tagen Bastelanleitungen für Adventskalender präsentieren.
Dazu sind alle Leser aufgefordert, ihre Bastelanleitungen und fertig gebastelten Adventskalender zuzusenden.


Quellen:
Informationen von Adventskalender.de
Hintergrundbild von Markus Distelrath von Pixabay
Titelbild von Alicja auf Pixabay 
 

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