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Lehrter Krankenhaus – schockierende Entscheidung

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Lesedauer: 4 Minuten

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Seit gestern Abend ist die Unruhe in Lehrte greifbar. Die Entscheidung, im Lehrter Krankenhaus die Notaufnahme und Intensivstation ab 06. Januar 2024 zu schließen, sorgt für Aufregung und Besorgnis bei den Bürgern.
Doch wie kam es dazu, und welche Rolle spielte die jüngste Ratssitzung?
Am gestrigen Abend versammelten sich rund 100 besorgte Bürger, darunter zahlreiche Mitarbeiter des Krankenhauses, sowie Mitglieder des Lehrter Stadtrats, um von SPD-Regionspräsident Krach und dem Geschäftsführer Medizin, Dr. med. Bracht, mehr über die Zukunft des Lehrter Krankenhauses zu erfahren. Doch die Veranstaltung im Kurt-Hirschfeld-Forum in Lehrte entpuppte sich schnell als Enttäuschung.

Vage Versprechungen und fehlende Fakten

Herr Krach ließ zunächst die Lehrter Bürger 30 Minuten warten, mit der Ausrede eines Staus in Hannover. Die SPD Lehrte hatte zu dieser Dringlichkeitssitzung eingeladen, doch der Auftritt der Partei sorgte bei vielen Anwesenden für Verärgerung und Enttäuschung.
Nach den jüngsten Kontroversen rund um das Krankenhaus sollte diese Veranstaltung wohl das Image der Partei aufpolieren, doch dies lief gründlich schief.
Statt konkreter Antworten gab es vage Aussagen und unverbindliche Beteuerungen.
Das Highlight der Ratssitzung war zweifellos die Ankündigung, dass ab Januar in Lehrte keine Intensivmedizin und Notaufnahme mehr verfügbar sein werden.
Diese Nachricht schockierte die Anwesenden und löste Besorgnis über die zukünftige medizinische Versorgung aus.

Besorgte Bürger und Mitarbeiter suchen vergebens nach Klarheit

Die anwesenden Politiker, darunter auch Vertreter der Grünen, schienen wenig in der Lage oder bereit, die drängenden Fragen der Bürger zu beantworten.
Stattdessen wurde auf vage Versprechungen und unverbindliche Aussagen zurückgegriffen.
Besonders bemerkenswert war der Auftritt von Frau Simecek, die selbst im Krankenhaus arbeitet und ihren Vorgesetzten in einigen Punkten widersprach.
Sie zeigte sich besorgt über das Fehlen von Intensivstation und Notaufnahme und hinterfragte die offizielle Darstellung des Krankenhauses.

RGZ-Förderung für Lehrte unwahrscheinlich

Herr Henze von der AFD präsentierte interessante Zahlen, die Zweifel an der ausreichenden Versorgung mit Rettungsfahrzeugen aufwarfen.
Herr Krach antwortete mit Verweis auf Experten, ignorierte jedoch die offenen Fragen aus der ersten Ratssitzung.
Dr. Haak von der CDU machte deutlich, dass ein Regionalgesundheitszentrum (RGZ) für Lehrte wohl niemals gefördert werden wird, da Lehrte nicht die notwendigen Kriterien erfüllt.
Dies könnte bedeuten, dass Lehrte nur eine minimale Lösung in Form eines medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) erhält.

Unzufriedenheit wächst

Lehrte kämpft um den Erhalt seiner medizinischen Versorgung

Die aufkommende Unzufriedenheit der Bürger gipfelte in einem hitzigen Meinungsaustausch, bei dem auch Mitarbeiter des Krankenhauses ihren Vorgesetzten widersprachen. Sie äußerten ihre Bedenken hinsichtlich der medizinischen Versorgung und wiesen auf lebensbedrohliche Situationen hin, die durch das Fehlen einer Intensivstation entstehen könnten.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass die medizinische Versorgung von Lehrte mit dem Verlust der Intensivstation und Notaufnahme auf der Kippe steht. Die Entscheidungen von SPD und Grünen haben das Krankenhaus in eine unsichere Zukunft geführt, ohne klare Pläne und Konzepte. Die Bürger Lehrtes sind besorgt und verunsichert über die bevorstehenden Veränderungen, die ihr tägliches Leben erheblich beeinflussen werden.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird und ob es noch Möglichkeiten gibt, die medizinische Versorgung in Lehrte aufrechtzuerhalten.
Die Zukunft des Krankenhauses und die Gesundheit der Bürger stehen auf dem Spiel, und die Unzufriedenheit wächst von Tag zu Tag.


Quellen:
Foto(s): B. Peters & P.R.-F.
Kolumne von Thomas Janus
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