mehr aus Kategorie

Unsere Zukunft braucht mehr als Schuldige

Probleme haben viele Ursachen. Wie wir politische Vorschläge an Lösungen messen und gemeinsam zu einer lebenswerten Zukunft beitragen.

Warum Energie mehr ist als Klimapolitik

Heimische Energie kann Importe ersetzen und Einkommen vor Ort schaffen. Wie Stromnetze, Speicher und europäische Zusammenarbeit beitragen.

Wie neue Energie den Alltag entlasten kann

Balkonkraftwerk, Wärmepumpe und Elektroauto: Wie neue Technik laufende Energiekosten senken kann und worauf es dabei ankommt.

Mehr vom Autor

Marzipantaler

Die Themen – Tage, Weihnachten & Advent neigen sich dem Ende zu. Heute gibt es noch ein weiteres Rezept aus Carmens Weihnachtsbäckerei.

Kaffeeküsschen

Nur noch ein paar Tage, bis Weihnachten. Für die kurzentschlossenen haben wir heute ein einfaches Rezept für ein paar Weihnachtsplätzchen.

Schokoladenherzen

Ein Rezept für echte Schokoladenliebhaber. Schokoladenplätzchen mit Schokolade darauf für den doppelten Schoko-kick.
StartThüringenNordhausenNordhäuser Weltkriegsrelikt

Nordhäuser Weltkriegsrelikt

Splitterschutzgraben unter dem Spendekirchhof erstmals für Besucher zum „Tag des offenen Denkmals“ 2022 geöffnet.

Splitterschutzgraben

Im Sommer 2019 wurde in Nordhausen nach über 70 Jahren eine unscheinbare Tür in der Stützmauer des Spendekirchhofes gegenüber der Gaststätte „Zum Socken“ geöffnet.
Es war eine kleine Sensation, als man entdeckte, dass sich hinter dieser unscheinbaren Tür ein Splitterschutzgraben aus dem 2. Weltkrieg befand. Ursprünglich gab es 7 solcher Gräben in der Stadt. Nach Ende des Krieges 1945 hatte die sowjetische Führung angeordnet, diese Gräben zu verfüllen. Dieser Splitterschutzgraben war offensichtlich nicht komplett verfüllt worden. Da die Anlage nur halbherzig über drei Löcher in der Betondecke befüllt wurde. Er gilt als eines der wenigen vollständig erhaltenen Relikte des 2. Weltkrieges.
Das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie hat den Splitterschutzgraben in das Denkmalbuch Thüringens aufgenommen.


Der gut erhaltene Splitterschutzgraben wurde im vergangenen Winter wieder freigeräumt, die Löcher in der Betondecke wieder verschlossen und die ganze Anlage gesichert. So konnte er in diesem Jahr zum „Tag des offenen Denkmals“ am 11. September 2022 erstmals für Besucher geöffnet werden. In Zusammenarbeit mit Heimatforscher Michael Garke, der Stadt- und Gästeführergilde und besonderer Unterstützung durch die SWG Nordhausen wurden Gruppen-Führungen in der fast 60 m langen Anlage angeboten.

Erbaut wurde der Splitterschutzgraben zwischen Mitte 1943 und Anfang1944 und war für ca. 150 bis 200 Menschen vorgesehen. Sie sollte die Nordhäuser Bevölkerung vor herumfliegenden Bombensplittern schützen.
Es gab in der Anlage zwei Toiletten mit Anschluss an die Kanalisation und 3 Schornsteine für Öfen, um den Graben heizen zu können.
Der Graben besteht aus insgesamt drei Gängen mit einer Breite von 1,40 m und einer Höhe von 2,10 m. Die Wandstärke beträgt 40 cm und die Stärke der Bodenabdeckung über der 20 cm starken Decke beträgt bis zu 1 m. Die Gänge führen von der Barfüßerstraße im Zickzack unter den Spendekirchhof.

Weitere Informationen zu den vergessenen Luftschutzanlagen in Nordhausen findet Ihr in dem Buch Nordhäuser Unterwelten: Die vergessenen Bunker von Nordhausen von Michael Garke.

Begehung Splitterschutzgraben unter dem Spendekirchhof

Quellen:
Fotos C.F.
Video Youtube: Stadt Nordhausen

Neueste Themen

Unsere Zukunft braucht mehr als Schuldige

Probleme haben viele Ursachen. Wie wir politische Vorschläge an Lösungen messen und gemeinsam zu einer lebenswerten Zukunft beitragen.

Warum Energie mehr ist als Klimapolitik

Heimische Energie kann Importe ersetzen und Einkommen vor Ort schaffen. Wie Stromnetze, Speicher und europäische Zusammenarbeit beitragen.

Wie neue Energie den Alltag entlasten kann

Balkonkraftwerk, Wärmepumpe und Elektroauto: Wie neue Technik laufende Energiekosten senken kann und worauf es dabei ankommt.

Wenn Maschinen arbeiten – wer profitiert davon?

KI und Maschinen können Arbeit erleichtern. Doch wie kommen Gewinne bei den Menschen an – und wie finanzieren wir unseren Sozialstaat?

Deutschland wird älter – wer macht künftig die Arbeit?

Große Jahrgänge gehen in Rente, kleinere rücken nach. Was das für den Alltag bedeutet. Wie helfen Ausbildung, gute Arbeit und Zuwanderung?

Während wir uns streiten, verändert sich die Welt

Warum fehlen Arbeitskräfte, was verändert neue Technik, wie sichern wir Wohlstand? Kolumnenserie über Ursachen, Zusammenhänge und Lösungen.

Jugendliche im Gespräch mit Bürgermeisterkandidaten

Kinderschutzbund bringt junge Stimmen und Bürgermeisterkandidaten an einen Tisch „Wir wollen auch gehört werden.“ – Unter diesem Motto lädt der Kinderschutzbund Ortsverband Lehrte zu einer...

Bürgerjournalisten e.V. im Interview bei Trude Kuh

Im Interview bei Trude Kuh spricht Patrick Reinisch-Fahrland über den Bürgerjournalisten e.V. und die Zukunft des Lokaljournalismus.

Kunst, Kosten und Uringeruch – Hannovers Aufenthaltsqualität

Hannover stellt 250.000 Euro Steuergeld für die Bodenkunst am Raschplatz bereit. Weitere Kosten kommen hinzu. Prioritäten richtig gesetzt?