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Arne Dessaul, Jahrgang 1964, wuchs im Landkreis Wolfenbüttel buchstäblich im Schatten der Wachtürme an der innerdeutschen Grenze auf.
StartBüchereckeBuchvorstellungen»Die neue Mauer« – Arne Dessaul

»Die neue Mauer« – Arne Dessaul

Arne Dessaul – Die neue Mauer

»Die neue Mauer«

Von Arne Dessaul

Verlag: Redrum Books – 2023
ISBN: 978-3959575003
Taschenbuch: 14,99 Euro, E-Book: 4,99 Euro

„Die Neue Mauer“ ist ein dystopischer Roman und wörtlich zu nehmen: In Berlin steht wieder eine Mauer.

Der Autor: Arne Dessaul

Arne Dessaul

Arne Dessaul, geboren am 29. September 1964, wuchs im Landkreis Wolfenbüttel buchstäblich im Schatten der Wachtürme an der innerdeutschen Grenze auf.
Ausgerechnet 1989, kurz bevor die Grenze fiel, flüchtete er aus der niedersächsischen Provinz ins Ruhrgebiet, wo bekanntlich die Fördertürme stillgelegter Zechen ganz eigene, düstere Schatten werfen.
In diese Dunkelheit zieht Dessaul sich gern zurück, um sich Mord, Totschlag und andere fiese Verbrechen auszudenken.
Sieben Krimis erblickten auf diese Art bisher das Licht der Welt.
„Die Neue Mauer“ ist sein erster Ausflug in die Dystopie. Das Werk entstand unter dem Eindruck von Corona und der Erkenntnis, dass das Infektionsschutzgesetz ein prima Instrument für machthungrige Politiker sein könnte, denen die Grundrechte irgendwie im Wege stehen.

Die Neue Mauer

Dieser Tage fallen die allerletzten Regeln, die Corona uns aufgezwungen hat.
Keine allgemeine Maskenpflicht mehr in der Arztpraxis, um es mal vereinfacht auf den Punkt zu bringen.

Vor allem 2020 und 2021 regelten staatliche Behörden unser Leben von morgens bis abends komplett durch

Kontaktverbot, Versammlungsverbot, Reiseverbot, Maskenpflicht, Testpflicht, geschlossene Geschäfte, Homeoffice, Homeschooling und vieles mehr. Eine Zeitlang gab es sogar nächtliche Ausgangssperren.
Dass der Staat derart tief in unser Privatleben eingreifen konnte, lag zu einem großen Teil am sogenannten Infektionsschutzgesetz, das bereits 2001 und damit vollkommen losgelöst von Covid-19 alias SARS-CoV-2 in Kraft getreten war. Dieses Gesetz räumt – wiederum vereinfacht gesagt – dem Staat inklusive Polizei diese weitreichenden Eingriffe ins Privatleben ein.
Theoretisch hätte die Polizei Heiligabend 2020 oder 2021 in unsere Häuser und Wohnungen eindringen können, um zu kontrollieren, ob wir uns an Kontaktbeschränkungen halten.
Dass dies nicht geschah, liegt daran, dass wir in einem Rechtsstaat leben und – bei allen berechtigen und unberechtigten Vorwürfen gegen bestimmte Politiker – von Leuten regiert werden, denen Demokratie und Menschenrechte heilig sind.

Was aber, wenn …

Was aber, wenn wir Politiker hätten, die vollkommen anders ticken?
Die solch ein Infektionsschutzgesetz vor allem als Machtinstrument betrachten – und missbrauchen?
Genau das ist einer der Grundgedanken meines Romans „Die Neue Mauer“.
Ich nenne den Roman eine Superhelden-Fantasy-Dystopie.
Der Superhelden-Fantasy-Aspekt ist allerdings nur Mittel zum Zweck.
Statt Gedanken lesen und Zellen in fremden Körpern manipulieren zu können, hätte mein Superheld Ronald auch ein Computerfreak sein können.

Entscheidend ist, dass er sich gegen die Regierung auflehnt – und damit kommen wir zum dystopischen Setting

„Die Neue Mauer“ spielt im Jahr 2017, es ist jedoch ein anderes 2017, als wir es erlebt haben. Beispielsweise leidet die Welt an einer Pandemie, die durch eine Mutation des Virus „SARS-CoV-1“ ausgelöst wurde.
Beinahe genauso schlimm: Die Neue Mauer teilt Berlin, auch die Zonengrenze ist zurück, Ost- und West-Deutschland stehen sich genauso feindlich gegenüber wie NATO und russisch-chinesische Allianz. Der dritte Weltkrieg liegt in der Luft. Schuld daran sind die missglückte deutsche Wiedervereinigung und eben die SARS-Pandemie.

Wie konnte das passieren?

Wie konnte das passieren? Und warum tötet Student Ronald vor einer Kfz-Werkstatt an der Skalitzer Straße in Berlin-Kreuzberg vier Rechtsradikale?
Zusammen mit Ronald und dem skrupellosen westdeutschen Bundeskanzler Wolf Reichsmann drehen wir die Zeit Kapitel für Kapitel zurück. Wir erleben hautnah mit, wie sich Berlin in eine stinkende Kloake verwandelt, in der nur das Recht des Stärkeren zählt, wo Mord, Raub und Vergewaltigung zum Alltag gehören und Rassismus sowieso. Der Leser erfährt tatsächlich, was und wer hinter allem steckt.
Wir drehen die Zeit zurück? Ja, das bedeutet, dass ich „Die Neue Mauer“ rückwärts erzähle.
Für mich ist das nicht bloße Spielerei, sondern der beste Weg, um zu zeigen, wie sich Geschichte in eine komplett andere, in eine sehr schlimme Richtung entwickeln kann.


Quellen:
Foto(s): ©Arne Dessaul

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